Die familieninterne Übernahme des Familienbetriebes ist ein sehr komplexer, aber von den Unternehmerfamilien oft präferierter Weg. Oft scheitert er an der erfolglosen Selektion des „richtigen“ Nachfolgers/Nachfolgerin oder die zu spät entwickelte Planung der Firmenübergabe. Darüber hinaus kommt bei jeder Betriebsübergabe der finanziellen, steuerlichen und rechtlichen Gestaltung große Bedeutung zu. Was also ist zu tun, um den nachhaltigen Erhalt des Familienunternehmens zu sichern und es weiter zu entwickeln? Nur ein integrativer, systematischer Lösungsansatz unter Beachtung aller Ebenen, also der steuerlich-rechtlich-finanziellen genauso, wie der oft entscheidenden emotional-familiären Ebene führt zum Erfolg. Ich erarbeite mit meinem Fachwissen als Dipl. Kaufmann, meinem Erfahrungswissen als ehemaliger Nachfolger und Gesellschafter im Familienunternehmen und meiner neutralen Sicht des „Insiders von außen“ gemeinsam mit Ihnen diesen Lösungsweg. Ziel ist es, Ihr Familienvermögen zu erhalten und Ihren Familienbetrieb über Generationen weiterzuentwickeln. Hierfür stehen Ihnen viele Wege offen, die ich gemeinsam mit Ihnen gehen kann. Sprechen Sie mich an!

Planung der familieninternen Übernahme des Familienunternehmens

Die Geschäftsübergabe des Familienunternehmens an den Sohn/Tochter, die Betriebsübergabe an alle Kinder oder einfacher gesagt, die Nachfolge des Familienunternehmens innerhalb der Familie, ist der „steinige“, weil emotional komplexeste, aber dennoch von vielen Gründern präferierte Königsweg der Firmenübergabe. Eine solche Betriebsübernahme des elterlichen Betriebes in der Unternehmer-Familie ist für die Beteiligten eine große Herausforderung, die oft nur schwer aus eigener Kraft zu bewältigen ist.

Die Unternehmer-Familie hat auf steuerliche, rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle, aber auch emotionale Aspekte zu achten, wenn ein familieninterner Nachfolger die elterliche Firma übernehmen soll. Die Auswahl des „richtigen/passenden“ Nachfolgers / Nachfolgerin innerhalb der Familie ist für die erfolgreiche Betriebsübernahme elementar. Bei einem solchen Prozess der Betriebsübernahme ist eine Art „Übernahmevereinbarung“ (Familiencharta, Familienkonstitution, Inhaberstrategie) eine große Unterstützung für die Unternehmerfamilie und oft der Schlüssel zur Lösung.

Die Beantwortung von Fragen wie:

  • Ist die familieninterne Übergabe die richtige Lösung für mein Familienunternehmen oder soll ich doch besser verkaufen?
  • Wer ist der/die richtige Nachfolger/Nachfolgerin für das Familienunternehmen?
  • Wer darf Gesellschafter:in werden?
  • Wie soll die spätere Ausschüttungspolitik aussehen?

sind sehr komplex. Sie haben nicht nur einen steuerlich-rechtlichen, sondern auch einen emotional-familiären Hintergrund. Das bedeutet, um sie zu beantworten, bedarf es nicht nur des entsprechenden betriebswirtschaftlichen Fachwissens, sondern auch eines enormen Erfahrungswissens, was die familieninterne Übergabe von Familienunternehmen angeht. Dies beinhaltet die Sicht des abgebenden Gründers gleichermaßen, wie die emotionale Situation des potentiellen Nachfolgers. Für beide Seiten ist dies nicht nur eine geschäftliche Transaktion, sondern ein hoch emotionaler Akt der Abgabe und Übernahme eines Lebenswerkes.

Um eine solchen Prozess der Weitergabe des Familienunternehmens erfolgreich und nachhaltig vollziehen zu können, bedarf es der Sicht eines unabhängigen Dritten, der von außerhalb der Familie mit einem integrierten Ansatz alle beschriebenen Aspekte und Hintergründe beachtet und miteinander verbindet. Hierzu ist nicht nur Fachkenntnis, sondern auch das Gefühl für die Belange von Gründern, Nachfolgern, Unternehmerfamilien und Familienunternehmen elementar.

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Firmenübergabe an Kinder

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Ich bin Rainer Schwarz, Diplom-Kaufmann, Management- und Family-Coach. Mein Erfahrungswissen erstreckt sich auf meine langjährige Tätigkeit als Nachfolger, später geschäftsführender Gesellschafter unseres Familienunternehmens. Durch den Verkauf meiner Anteile an den zweiten Familienstamm unseres Unternehmens (Family Buy-out) ist mir die (emotionale) Situation des ausscheidenden Gesellschafters ebenfalls prägend in Erinnerung.

Haben Sie hierzu Fragen? Stecken Sie im Prozess fest und haben neben der operativen Arbeit keine zusätzliche Zeit und Energie? Kontaktieren Sie mich jederzeit zu einem unverbindlichen Erstgespräch via Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Die Vorbereitung des Nachfolgers auf die Unternehmensnachfolge

Habe ich als Gründer oder abgebende Generation den Wunsch die Unternehmensnachfolge familienintern zu lösen, dann findet die fragende Suche nach dem „richtigen“ familieninternen Nachfolger/Nachfolgerin Ihre Antwort in der Vorbereitung der Kinder auf die Unternehmensnachfolge. Egal ob Kleinbetrieb oder mittelständisches Familienunternehmen mit über 50 Mitarbeiter, die Planung der familieninternen Übernahme des Familienunternehmens muss zunächst kein Kind ausschließen. Steht der Generationswechsel bereits an, sollte die Vorbereitung und Auswahl des Nachfolgers bereits abgeschlossen oder in vollem Gange sein. Will die Familie also einen familieninternen Nachfolger für den Betrieb erfolgreich und dauerhaft etablieren, dann muss die „Vorbereitung“ schon als Kind beginnen. Gerade in diesem Alter besteht eine enge Bindung zur Familie und damit ein besonders großes Interesse der Kinder und damit der potentiellen familieninternen Nachfolger an dem, was die Eltern beschäftigt: Das Familienunternehmen! Das Interesse am Unternehmen wird quasi spielerisch geweckt und es kann ein fast natürlicher Prozess werden, dass die spätere Ausbildung/Studium eine Ausrichtung hinsichtlich des Familienunternehmens erhält. Der Wissenstransfer findet also von Kindesbeinen an statt. Er findet seine Fortsetzung idealerweise in der Ausbildung und durch begleitende Praktika innerhalb der Branche oder im familieneigenen Betrieb. Der Prozess der Übergabe wird durch eine klar definierte gemeinsame Zeit von abgebender und übernehmender Generation im Familienunternehmen abgeschlossen.

Eine solche Vorgehensweise der innerfamiliären Betriebsübernahme muss zeitlich und durch gezielte Maßnahmen in einem Übergabeprozess geplant und umgesetzt werden. Dieser Plan gewährleistet nicht nur einen optimalen innerfamiliären Wissenstransfer, sondern er stellt auch eine reibungslosere unaufgeregte Übergabe innerhalb der Familie sicher. Denn ganz nebenbei führt eine solche Vorbereitung aller potentiellen Nachfolger zu einer automatischen Selektion des oder der „richtigen“ Nachfolger. Eine solche Vorgehensweise wird durch eine ausgewogene Kommunikationspolitik gegenüber Belegschaft und Stakeholdern abgerundet.

Die finanzielle und steuerliche Gestaltung einer innerfamiliären Betriebsübernahme

Die Übergabe von Eigentum im Rahmen einer Betriebsübergabe innerhalb der Familie hat steuerliche Auswirkungen. Findet eine unentgeltliche Betriebsübernahme durch die Nachfolger statt, so spricht man von einer Schenkung. Die Höhe der Steuer bei Schenkungen, die sogenannte Schenkungssteuer, hängt von einigen Faktoren ab. Hierzu gehören deren Höhe, aber auch der Verwandtschaftsgrad zwischen Schenker und Beschenktem. Es können entsprechende Freibeträge geltend gemacht werden. Je nach Rechtsform des Betriebes sind Höhe und Aufteilung des Betriebsvermögens, Haltefristen und Lohnsummen von Bedeutung, wenn die Steuerlast gesenkt werden soll.

In der Familie ist es oft Ziel, ein gerechtes Verhältnis zwischen den Geschwistern zu schaffen. Dies gilt gleichermaßen, ob sie Nachfolger sind oder nicht. Dieses gerechte Verhältnis bei innerfamiliären Betriebsübernahmen stellt die Familie und das Unternehmen regelmäßig vor große wirtschaftliche und finanzielle Herausforderungen. Die Finanzierung der möglichen Schenkungssteuer (Erbschaftssteuer) oder die Auszahlung eines nicht beteiligten Kindes sicherzustellen, die Beachtung aller wirtschaftlichen Aspekte bei gleichzeitiger steuerlich optimaler Gestaltung in der Familie und gerechter Verteilung der Vermögenswerte, ist sehr komplex. Soll dann noch die Altersvorsorge des Übergebers gesichert sein, dann erfordert dies eindeutige Regelungen, an denen alle Familienmitglieder frühzeitig beteiligt sein müssen. Zeitdruck ist hierbei ein schlechter Ratgeber – deshalb besser früher, als später mit der Gestaltung beginnen. Das Hinzuziehen eines Steuerberaters absolut unerlässlich.

Betriebsübergabe – rechtliche Aspekte

Eines vorab, bei rechtlichen Fragen ist stets ein Rechtsanwalt hinzuzuziehen. Dies gilt nicht nur bei Überlegungen zur passenden Rechtsform des Familienunternehmens, sondern auch beim Prozess der Übertragung des Familienunternehmens auf den/die Nachfolger.

Grundsätzlich findet man familienkontrollierte Unternehmen mit allen möglichen Rechtsformen. Von der AG bis zum Einzelunternehmen sind alle Rechtsformen bei Familienunternehmen anzutreffen. Die Wahl der passenden Rechtsform, also die Entscheidung, ob man z.B. die Rechtsform einer Personengesellschaft (z.B. KG) oder einer Kapitalgesellschaft (z.B. GmbH) wählt, hat signifikante (rechtliche) Auswirkungen auf Haftungs-, Publizitäts-, Bilanzierungs- oder Steuerpflichten. Auch bei der Betriebsübernahme ergeben sich, abhängig von der Rechtsform, große Unterscheide. Wie dann eine Betriebsübernahme in der Familie rechtlich funktioniert muss gemeinsam mit einem Rechtsberater geplant und umgesetzt werden. Hierzu sind dem Gestaltungswunsch der Familie folgend entsprechende Schenkungs- aber auch Gesellschaftsverträge aufzusetzen. Wichtig hierbei, alle Verträge (auch ein mögliches Testament, Ehe- und Erbverträge) aufeinander abzustimmen. Beachte hierbei: Gesellschaftsrecht geht vor Erbrecht. Aufgrund der steuerlichen Folgen einer Betriebsübernahme muss auch der Steuerberater hierbei konsultiert werden.

Probleme bei familieninternen Übergaben des Familienunternehmens

Laut einer Studie der KfW aus 2022 stehen über 450.000 Familienunternehmen bis 2025 vor dem „Aus“. Die genannten Gründe sind u.a. das fehlende Interesse an einer innerfamiliären Nachfolge, das zu hohe Alter des Gründers und bei weiteren knapp 200.000 Familienunternehmen die nicht rechtzeitige Planung der Nachfolge.

Das bedeutet, die rechtzeitige Planung der Betriebsübernahme sichert wesentlich den Erhalt des Familienunternehmens in der Zukunft. Die Beteiligung aller Familienmitglieder bei der Planung einer innerfamiliären Betriebsübernahme vermeidet Konflikte im Streit um die Nachfolge und erlaubt eine gemeinsame Gestaltung der Übernahme, so dass am Ende alle Familienmitglieder davon profitieren können. Allein der Prozess der Erstellung eines gemeinsamen(!) Planes ist konfliktvermeidend, da in Selbstreflektion alle Aspekte der innerfamiliären Betriebsübernahme offen (!) und rechtzeitig (!) besprochen werden können. Hierbei werden nicht nur die Wünsche jedes einzelnen gehört, sondern auch steuerliche und rechtliche Aspekte finden Beachtung. Dies sollte in jedem Fall durch einen neutralen aber fachkundigen Dritten von außerhalb der Familie erfolgen. Nur so kann dieser Prozess mit entsprechendem Fach- und Erfahrungswissen im Bereich innerfamiliäre Betriebsübernahme integral und ohne emotionale Verstrickungen gesteuert werden. Dieser Ansatz erhöht die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass Konflikte vermieden, alle Familienmitglieder profitieren können und der Erhalt des Familienunternehmens für die Zukunft sichergestellt wird.

Familieninterne Betriebsübergabe – wenn niemand übernehmen möchte

Die Geschäftsübernahme des Familienbetriebes kann auf viele verschiedene Arten erfolgen. Der Wunsch ist hierbei in vielen Fällen, dass jemand aus der Familie den Familienbetrieb übernimmt. Was aber, wenn aus der Familie niemand den Familienbetrieb übernehmen kann oder möchte. Die Auswahl des „richtigen“ Nachfolgers ist und bleibt eine große Herausforderung für die Unternehmerfamilie. Sie kann aber mit der richtigen Vorgehensweise gemeistert werden. Die passende Ausbildung ist herbei nur ein wichtiger Punkt, muss aber kein K.O. Kriterium bei der Auswahl darstellen. Am Ende gilt es jemanden zu finden, der für den Familienbetrieb und seine Werte „brennt“ und ihn weiter entwickeln möchte und kann. Die familieninterne Übernahme ist deshalb nur eine Möglichkeit der Weitergabe des Betriebes. Es gibt sog. Exit-Lösungen wie den Firmenverkauf an strategische Investoren, die Mitarbeiter (Mitarbeiterbeteiligung) oder das Management (MBO). Falls sich kein passender Nachfolger findet, kann der Familienbetrieb auch in eine Stiftung eingebracht werden. Neben diesen Exit-Lösungen gibt es Mischformen, wie den Teilverkauf von Gesellschafteranteilen oder auch die Möglichkeit die Führung an Dritte zu geben (Interimsmanagement) bis sich ein passender Nachfolger aus der Familie zeigt. Das Familienunternehmen in der Familie übernehmen ja oder nein, kann also nicht so einfach beantwortet werden, denn es gibt viele, sehr valide Lösungswege. Chancen bieten sich hier auf jeden Fall auch für Dritte die GmbH-Anteile eines Familienunternehmens übernehmen oder ins Management einsteigen möchten.

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Ich bin Rainer Schwarz, Diplom-Kaufmann, Management- und Family-Coach. Mein Erfahrungswissen erstreckt sich auf meine langjährige Tätigkeit als Nachfolger, später geschäftsführender Gesellschafter unseres Familienunternehmens. Durch den Verkauf meiner Anteile an den zweiten Familienstamm unseres Unternehmens (Family Buy-out) ist mir die (emotionale) Situation des ausscheidenden Gesellschafters ebenfalls prägend in Erinnerung.

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